FORSA Umfrage – Russland und der Westen

FORSA Umfrage – Russland und der Westen

Wiese Consult -

Russland und der Westen

Wahrnehmungen und Einschätzungen der Deutschen

Das Meinungsforschungsinstitut Forsa hat im Auftrag der Wiese Consult GmbH untersucht, wie die gegenwärtige Verschärfung des Ost-West-Konflikts von den Bürgern in der Bundesrepublik wahrgenommen und bewertet wird sowie welche Ausrichtung die deutsche Außenpolitik nach Meinung der Bürger haben sollte. Zudem wollten wir wissen, ob der von der SPD-Führung und vom neuen Außenminister Heiko Maas vorgenommene Schwenk in der Russlandpolitik für richtig befunden wird oder nicht.

Für 94 Prozent der Bundesbürger und für 98 Prozent der SPD-Mitglieder sind gute Beziehungen zwischen Russland und Deutschland wichtig.

50 Prozent der Bürger halten hauptsächlich die USA für die gegenwärtige Verschärfung des Ost-West-Konflikts verantwortlich, während 25 Prozent glauben, Russland trage dafür die Verantwortung. 71 Prozent der SPD-Wähler und 78 Prozent der SPD-Mitglieder sind gegen die Ausweisung russischer Diplomaten aus Deutschland, insgesamt sind es 69 Prozent.

79 Prozent der Bundesbürger meinen, dass von Donald Trump eine größere Gefährdung des Weltfriedens ausgeht als vom wiedergewählten Präsidenten Russlands Wladimir Putin.

Von den SPD-Wählern halten 65, von den SPD-Mitgliedern sogar 70 Prozent den Bau von „Nord Stream 2“ für richtig. Von den SPD-Wählern halten 64, von den SPD-Mitgliedern sogar 78 Prozent Russland für einen verlässlichen Energielieferanten, insgesamt sind das 57 Prozent.

Für 89 Prozent der Bundesbürger ist es vorrangig, dass die europäischen Staaten eine von den USA eigenständige Außenpolitik betreiben, bei der auch die russischen Interessen berücksichtigt werden. Nur 6 Prozent sind für eine klare Distanz zu Russland.

Der Schwenk der SPD-Spitze und von Außenminister Heiko Maas mit einer härteren Gangart in der Russlandpolitik halten 68 Prozent für falsch. Von den SPD-Wählern sind es 72, von den SPD-Mitgliedern 81 Prozent, die mit dem Kursschwenk nicht einverstanden sind.

Im Gegensatz zu vielen Medien und der Politik, zeichnen die Ergebnisse ein positiveres Stimmungsbild in Bezug auf Russland. Die Bürger wünschen sich Stabilität und Fortschritte im Friedensprozess anstatt der Gefährdung der diplomatischen Beziehungen.

Die Mehrheiten für eine Entspannung mit Russland bestehen in allen Parteien, nicht nur unter SPD-Wählern und Sympathisanten, die traditionell affiner im Umgang mit dem Land sind.

Die Umfrage-Ergebnisse können Sie unter folgendem Link abrufen: PDF Herunterladen

Zum Hauptstadt-Insider

FORSA Russland Umfrage Westen